Mehr als 40 Radler haben sich am Samstag, dem 06. Mai 2017, um 10 Uhr am Mühlencenter in Stralsund zur Drei Seen Tour getroffen.

In Langendorf wurde das "Dörphus" besucht, in dem der Bürgermeister der Gemeinde, Herr Thomas Kamphus, die  vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten dieser neuen Kultureinrichtung erläuterte. Vorbei am Pütter See ging es nach Pütte. Hier schilderte der ehemalige Landarzt Dr. Ludwig Sander vor dem  Familiensitz des  pommerschen Lehrers und Heimatdichters Karl Gottlieb Lappe lebhafte Episoden aus dem Schaffen des langjährigen Freundes von Ernst Moritz Arndt.

Im Agrarbetrieb Torsten Lass wurden die Radsportfreunde mit einer herzhaften Erbsensuppe mit Bockwurst und Getränken verwöhnt. Ausführliche Erläuterungen des Unternehmenchef und des letzten Bewohners des Gehager Schlosses und Direktor des ehemaligen Landwirtschaftslehrbetriebes, Herrn Klaus Schröder, stimmten mannigfaltig auf den Besuch auf den Besuch der Wüstung Gehag ein. Im angrenzenden Wald erfreuten sich die Radler an einem kleinen See, welche durch Mitarbeiter des Agrarbetriebes nach umfangreichen Renaturierungsarbeiten etwa 200 Meter westlich des Borgwallsees neu entstand.

Beim Besuch des Parks von Endingen erregte besonders die natürliche Waldkirche das Interesse, besteht sie doch aus einer Reihe, im Kreis gepflanzter Bäume, die teilweise bereits mehrere Hundert Jahre alt sind. Weiter ging es auf historischen Waldwegen nach Richtenberg zum dortigen Freizeit- und Kulturtreff mit seinem Heimatmuseum und dem Café. Nach einer längeren Pause wurde die hervorragende Sicht vom Aussichtsturm auf den Richtenberger  See bewundert. Auf dem Weg nach Stralsund lud noch der Vorsitzende des Steinhäger Mühlenvereins, Herr Horst Klawitter, zu einer Führung durch die Erdholländermühle ein.

Rund um den Strelasund 17.06.2017

Radeln und Paddeln - Nehringen 15. und 16.07.2017

Bei wunderschönem Sommerwetter fuhren wir 50 km über Negast, Richtenberg, Tribsees und Deyelsdorf nach Nehringen. Nach einem kleinen Imbiss nutzten wir die Trebel für eine erlebnisreiche Paddeltour. Nach einer kurzen Verschnaufpause wurde der Grill angeheizt, um die nun doch schon hungrigen Radler mit den leckeren Grillsachen zu verwöhnen. Der Abend wurde noch lang ..... bei richtiger "Sonnenbeleuchtung"!

Am Sonntag Vormittag erläuterte ein Nachfahre der ehemaligen Besitzerfamilie der schwedischen Barockanlage, Herr A. von Pachelbel, die Entstehung des ehemaligen Grenzortes zwischen Pommern und Mecklenburg. Ein weiterer Höhepukt war die Besichtigung und Führung der wunderschön ausgestatteten Dorfkirche St. Andreas. Das Wetterradar ließ uns aber schnell unruhig werden und so fuhren wir über Langenfelde  zu unserem nächsten Highlight der Wasserburg Turow. Hier empfing uns die Burgherrin Frau A. von Barkow mit einem wohlschmeckenden grünen Smoothie und einer nahrhaften Süßkartoffel-Linsensuppe. Nachdem alle gestärkt waren, zeigte sie uns die noch fast im Originalzustand befindlichen Räume u.a. den Festsaal und die farbenprächtig bemalte Kapelle. Einige Radler nutzten noch die Möglichkeit, die interessanten Außenanlagen mit dem ökologisch geführten Biogarten zu besichtigen. Die regenreiche Rückfahrt, diesmal über Grimmen,  wurde trotz einer komplizierten Reparatur wieder locker von allen Tourteilnehmern geschafft. Hat Spaß gemacht!

 Usedom Erlebnistour 05.08.2017

17 "Bahnenthusiasten" trafen sich pünktlich eine gute 3/4 Stunde vor Abfahrt der UBB Richtung Wolgast. Nach herzlicher Begrüßung und "Abkassierung" - Tourleiter zum Schalter......geschlossen! Spezialtarif am Automaten: Insel&Me(e)hr findet man erst unter Tarife MV...immer nur 5 Personen (3x5 und 1x3)...das gleiche dann mit den Rädern....Tourleiter sehr nervös - aber mit Hilfe von MA Bahnpointer und Radlern gerade so die Abfahrt geschafft - 18 Räder waren angemeldet, aber nur 1 Wagen bereitgestellt! Immerhin durfte unsere Radlerin aus Greifswald noch zusteigen.

Endlich Wolgast: Die Tourführerin Regina Lade übernimmt sehr gut vorbereitet - jetzt geht es entspannt von Wolgast Hafen über die Peenebrücke (Blaue Wunder) durch Mahlzow nach Zecherin. Hier machen wir unsere 1. Pause am Bootshafen. Weiter geht es am Peenestrom entlang bis Karshagen Hafen - hier 2. Pause. - Schon viele Bilder von der Landschaft und Gruppe sind in den Handys und Fotoapperaten - Weiter geht es immer am Deich entlang, am Cämmerer See vorbei, dessen Aufgabe wir bei der Führung durch das Historisch-Technische Museum kennenlernten. Dort ein kurzer Halt, um auf dem Deich den schönen Anblick der Natur, des in der Ferne liegenden Heizwerkes und natürlich unsere Radlertruppe (Foto) zu genießen. Kurzes Verschnaufen am Eingang zum Museum - Dann geht es endlich los! - Wir hatten eine sehr gute Führung am und im ehemaligen Kraftwerk - die Details erspare ich uns jetzt - aber es ist sehr beeindruckend, welche hervorragenden technisch technologischen Ergebnisse die Wissenschaftler in Peenemünde erreichten - aber auch über die Kriegsverbrechen dieser Zeit im Zusammenhang mit der Forschung und Produktion und dem Einsatz dieser Waffen wurden wir informiert.

Dann ging es über den neuen Radweg nach Karlshagen zum Mittagessen in die Gaststätte "Peenemünder Eck" - alle hatten mittlerweile Hunger und Durst (oder umgekehrt?) So gestärkt fuhren wir dann zum "süßen" Ziel, zum Kaffee "Naschkatze" - war lecker! Petrus war uns gnädig geblieben und so wurde der Weg über Krummin und Neeberg zum Bahnhof Wolgast Hafen über schöne, wenig befahrene Straßen nur noch Formsache. Schnell noch Fotos der Radsportler vor dem "Blauen Wunder" und schon ist eine schöne Radtour wieder Geschichte - Mit ausreichend Platz in 2 Wagen der UBB und auf dem Stralsunder Hauptbahnhof die Verabschiedung mit einem Dankeschön an die Organisatoren.

 

 

Radtour um den Tollensesee

Am Sonnabend, den 2. September 2017 trafen sich 20 Radfahrfreunde zu der von der ADFC-Regionalgruppe Stralsund-Rügen organisierten Ganztagesfahrt. Es gab zwar mit der DB vorher einige Probleme, die nicht unbedingt für deren Kundenzugewandtheit sprachen, aber letztlich hat dann doch noch alles geklappt. Nach ca. eineinhalb Stunden Bahnfahrt von Stralsund nach Neubrandenburg begann dort auf dem Bahnhofsvorplatz die Tour um den Tollensesee. Wir fuhren links herum, also entgegen dem Uhrzeigersinn. Die Stadt mit den alten Wallanlagen und der sehr schönen Parklandschaft am Nordufer des Sees hatten wir bald verlassen. Eine besondere Anforderung der rd. 50 km langen Tour ist deren Streckenprofil, das immer wieder von Auf und Ab gekennzeichnet ist. Das ist für die meisten Stralsunder doch eher ungewohnt. Aber letztlich haben es alle mit Willen, Kraft und manchmal Elektromotorunterstützung gut geschafft. Die Höhen boten dafür an vielen Stellen fantastische Landschaftsausblicke. Auf einem abgelegenen Reiterhof nördlich von Alt Rehse hatten wir einen Mittagsimbiss bestellt. Dem wurde eifrig zugesprochen. Gegrilltes schmeckt im Freien und in Gemeinschaft besonders lecker. Die Wirtsleute hatten sich große Mühe gegeben. So gestärkt ging es durch das Dorf Alt Rehse, was auf eine besondere Geschichte zurückblickt. Die Nationalsozialisten hatten das alte Dorf in den 1930er Jahren nach ihren Vorstellungen umgestaltet und dort eine NS-Ärzteschule etabliert. Das Dorf selbst wurde weitgehend abgerissen und in dem damals für typisch gehaltenen Stil neu aufgebaut. Es ist in seiner architektonischen Anmutung erhalten und einmalig und auch etwas beklemmend. Wir erlebten einen von den Bewohnern liebevoll gepflegt Ort. Leider war die Zeit zu kurz, um sich umfassender zu informieren und umzusehen.

Weiter ging es in das hübsche Dorf Prillwitz am Südufer der Lieps, einem See südlich des Tollensesees, mit einer kleinen Insel mit Kormorankolonie. Die weißen, kotverätzten Bäume waren deutlich erkennbar. Bis zum Anlegesteg verkehrt im Sommer auch die Fahrgastschifffahrt von Neubrandenburg. Der meist gute Radweg mit unterschiedlichen Oberflächen führte uns weiter am Ostufer bis in die Nähe der Ortschaft Klein Nemerow, wo wir in einem schön gelegenen Hotel auf der Freiterrasse zum Kaffee und Kuchen einkehrten. Danach ging es die letzte Wegstrecke, meist im Wald, immer am Seeufer entlang zurück nach Neubrandenburg. Dabei passierten wir auch den Chimborazo, einen Hügel, der in Anlehnung an den von A. v. Humboldt im 19. Jhd. in Ecuador bestiegenen Vulkan so genannt wurde, obwohl er mit diesem keinerlei Ähnlichkeit hat. Es ist wohl ein Marketinggag. Wir verzichteten auf eine Besteigung.

Die Fahrt hat allen Teilnehmern gut gefallen. Die liebliche Landschaft und das sehr gute, meist sonnige Wetter hatten sicher dazu beigetragen. Viele Mitfahrer waren aber auch froh, es geschafft zu haben und freuten sich auf den Zustand wohliger Erschöpfung zu Hause, um in Ruhe und vielleicht mit einen Glas Rotwein, den schönen Tag ausklingen zulassen. Die Bahnrückfahrt gestaltete sich lustig - pünktlich und ohne Zwischenfälle erreichten wir unser Stralsund!

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